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NACHHALTIGKEIT * Less Waste Update & Blogvorstellung

Unsere Less Waste Challenge 2018, Kolumne von meine-kleine.de
Unsere Less Waste Challenge 2018, Kolumne von meine-kleine.de

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein kurzes Update über unser Less Waste Leben geben.

Nochmal ein kurzer Reminder:

Jeder Deutsche produziert 617kg Müll pro Jahr!
Jeder Deutsche produziert 617kg Müll pro Jahr!

Wir sind noch ganz schön weit von Zero waste entfernt, machen allerdings kleine Schritte in die richtige Richtung.

Mein Mann hat mir letztens sogar in der Eisdiele das Eis in der Waffel mitgebracht. Das mag sich total unscheinbar anhören, aber ich esse Eis seit jeher im Becher und war erstmal irritiert. Und dann megastolz auf ihn!

Hier hatte ich Euch vor 4 Wochen beschrieben wie unsere ersten Schritte in Richtung weniger Müll und vor allem weniger Plastik sind. In der Zwischenzeit habe ich ein paar tolle Blogs gefunden, die ich gerne mit Euch teilen möchte.


Blogs zum Thema plastikfrei leben/zero waste/less waste:

Ganz besonders beeindruckt hat mich Christoph von CareElite. Er ist digitaler Nomade, Umweltschützer und Gründer des Umweltprojektes CareElite. Er organisiert CleanUps im Ausland und kämpft vor Ort gegen die Müllberge. Ausschlaggebend war eine Reise nach Sri Lanka und die dortigen zugemüllten Strände.

Christoph, Gründer von CareElite
Christoph, Gründer von CareElite

Auf seiner Homepage könnt Ihr Euch sowohl ein kostenloses FreeBook zu dem Thema Plastikfrei herunterladen, in einem online Shop plastikfreie Produkte erwerben und Euch regelmässig neue Artikel zum Thema Müll reduzieren durchlesen. Ich habe Christoph erst letzte Woche über Pinterest gefunden und muss sagen – Chapeau! Nicht nur jammern oder weggucken. Endlich mal einer, der macht. Dankeschön!


Tolle Tipps bekommt ihr auch bei Frau Schubert von dem Blog besser leben ohne Plastik. Nadine beschreibt hier ihren Weg weg vom Plastik im Leben und ist inzwischen auch Autorin zweier Bücher.

Frau Schubert zu less waste und plastikfrei
Frau Schubert zu less waste und plastikfrei

Generell bin ich kein grosser Freund der „wie mache ich mein Leben besser“, „Coach dich selbst“, „So findest Du das wahre Glück“ – Bücher. Meiner Meinung nach genügt es meist ein bisschen nachzudenken und dann sind die Dinge auch ohne Literatur offensichtlich. Ich weiss, dass Ordnung das Leben vereinfacht. Dass man an sich glauben soll. Dass man einfach mal etwas wagen soll. Bei dem Thema Plastikfrei bin ich allerdings einfach nicht so erfahren und dankbar, wenn jemand Tipps mit mir teilt. Nadine probiert zum Beispiel auch einfach mal verschiedene Dinge zum gleichen Thema aus, wie z.B. Duschgel selber machen o.ä. und fasst die Vor- und Nachteile zusammen. Das finde ich interessant und spart Zeit.


Jenni von Mehr als Grünzeug hat z.B. eine Liste der Zero Waste Online Shops zusammengefasst mit den Vor- und Nachteilen. Auch sehr interessant, wenn es darum geht woher man die Produkte am besten bekommt.


Was bei uns gut klappt bei der Umsetzung von Less Waste und plastikfrei

Super funktioniert der Einkauf von unseren Standardlebensmitteln, wie Milch, Joghurt, Wasser und Co. in Glasflaschen/behältern. Klar schielt mein Mann manchmal nach seinem geliebten Jogurt mit der Ecke und kauft ab und zu mal einen. Das finde ich ok, denn Verzicht ist der grösste Feind der Umsetzung. Lieber ab und zu mal was gönnen.

Gut klappt auch der Einkauf von unverpacktem Obst und Gemüse. Kaufen wir im Supermarkt und es ist verpackt wird einfach eine Alternative genommen.

pandoo Küchenrolle aus Bambus
pandoo Küchenrolle aus Bambus

Die letzten Küchenrollenreste haben wir aufgebraucht und wollen erstmal keine neue kaufen.

Von pandoo gibt es Küchenrolle aus Bambus, die eine gute Alternative darstellt. Sie kommt im gewohnten Format daher, allerdings sind die Tücher dicker und bis zu 100x bei 40° waschbar. Ich möchte mal beobachten wo/wann mir die Küchenrolle fehlt und ob genannte Alternativ eventuell notwendig ist. Aktuell kommen wir mit ganz normalen Spültüchern (Mikrofaser) die wir noch haben aus. Die können direkt immer mit in die Waschmaschine und bleiben so auch hygienisch.

Wir haben irgendwann mal einen Stoffbeutel für Brot von Alnatura gekauft, den ich jetzt immer zum Bäcker mitnehme. Die Damen schauen zwar etwas skeptisch, aber machen mit. Ich hoffe ja, dass es immer mehr Menschen gibt, die das machen, so dass man in Zukunft komisch angeschaut wird, wenn man keinen Beutel mitbringt 🙂

Eier holen wir weiterhin beim Bioladen und nehmen die Pappverpackung mit bis sie auseinander fällt.


Womit ich weiterhin kämpfe bei Less Waste

Mit vielen Lebensmitteln. Wo bekomme ich z.B. Butter unverpackt? Ich habe jetzt einen Hack gesehen, wie man Butter durch schütteln von Milch in einem Gefäß selber herstellen kann. Bin mir nicht sicher, ob das was für mich ist.

Frischkäse selbst herzustellen möchte ich jetzt versuchen. Klingt simpel – einfach 10%igen Jogurt in einem Sieb mit einem Mulltuch über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Das schaffe ich. Da hab ich nämlich wirklich einen hohen Verbrauch und es könnte sich lohnen.

Zahnpasta. Das mit den Tabletten kann ich mir echt nicht vorstellen. Was sind Eure Erfahrungen damit? Habt Ihr das schonmal versucht?

Verpackung durch online shopping. Wir sind im letzten Sommer umgezogen und noch nicht vollständig eingerichtet. Da ich Baumärkte liebe gehe ich dort gerne öfters hin um noch Kleinigkeiten zu besorgen. Alles ist in Plastik eingepackt. Mehrfach. Ähnlich verhält es sich bei Dingen, die wir aus gleichem Grund online bestellen. Die Kartons sind zwar nicht aus Plastik aber eben auch Müll. Mit ein paar Kartons kann die Kleine spielen, aber der Rest kommt weg.

Meinem Mann. Ich kann verstehen, dass er nach einem Arbeitstag keine Lust hat im Supermarkt nach den unverpackten Sachen zu suchen. Einkaufen ist sowieso nicht seine Lieblingsbeschäftigung. So landen immer wieder Plastikschalen mit Blaubeeren und eingeschweisste Würstchen im Kühlschrank. Es ist auch einfach nicht so wichtig für ihn. Eigentlich schade.

Windeln. Outing. Wir haben keine Stoffwindeln.


Unser Ziel für die nächsten Wochen

Ich möchte gerne weiterhin versuchen so viele Alternativen wie möglich gerade für die verpackten Lebensmittel zu finden. Schaue ich in unseren Mülleimer dann sind es beim Plastik primär die Verpackungen von Käse oder unnötige Plastikhüllen von Werbeprospekten (trotz Aufkleber am Briefkasten). Beim Altpapier sammeln sich Briefumschläge (manche verwende ich nochmal als Einkaufsliste), Pappverpackungen (Sixpack Radler darf mal sein, zwei Kartons von Erdbeeren – trotz des Markteinkaufes) und leere Toilettenpapierrollen. Im Biomüll klar die Schalen von Gemüse und so. Ehrlicherweise habe ich echt Grusel vor Würmchen (schon immer) und bin daher kein Typ zum Kompostieren. Platz hätten wir auf dem Balkon … aber diese Würmer … puh.

Langsam werden auch die Artikel im Bad leer, wie Cremes oder Zahnpasta. Wenn ich mich an DIY Produkte heranwage werde ich Euch auf jeden Fall davon berichten! Gut zurecht kommt ich mit der Duschseife und dem Shampoo am Stück, wobei ich echt pflegeleichte kurze Haare habe. Bei langen Haaren könnte ich es mir mit dem Shampoo etwas mühsamer vorstellen.

Schwierig finde ich z.B. auch Babyprodukte wie das Duschgel von Weleda, das wir seit jeher verwenden was natürlich auch in der Kunststoffverpackung daher kommt. Über die Glasflasche des Erkältungsbades für Kinder von Penaten bin ich schonmal dankbar (trotz Plastikdeckel, aber hey, kleine Schritte). Falls Ihr Tipps habt zu selbstgemachten Kinderprodukten – immer her damit!

Ideen für DIY Sonnenmilch zum Beispiel? Hier habe ich auch noch keine Alternative ohne Verpackung/Plastik gefunden. Dieses Mineralpulver ist mir suspekt.


Das Fazit zum bisherigen Verlauf

Less Waste ist einfach und gut umsetzbar. Ihr müsst Euch weder verbiegen noch kasteien. Bloss kein Verzicht! Mit ein paar kleinen Anpassungen könnt Ihr immens viel Müll/Verpackungen sparen.

Less waste- sharing is caring
Less waste- sharing is caring

Leute echt, 617kg Müll im Jahr pro Kopf – ich kann mir überhaupt nicht vorstellen wieviel das ist, Wahnsinn. Das muss nicht sein.

Bitte macht mit. Jeder von Euch kann helfen die Welt für unsere Kinder noch ein bisschen länger zu erhalten. Auch wenn ihr keine Kinder habt – es ist echt nicht schwer und ihr werdet Euch gut dabei fühlen nicht jeden Tag den Müll runterzubringen.

Mir ist es zum Beispiel wichtig Verpackungen generell zu reduzieren und weg vom Plastik zu kommen (im Haushalt, Spielzeug, Kosmetik etc). Es geht nicht darum verpacktes Essen zu kaufen und den Müll dann im Supermarkt schon zu entsorgen. Oder wenn Familie Essen mitbringt denen dann die Verpackungen mitzugeben. Das ist geschummelt. Darum geht es hier nicht. Im Optimalfall kauft irgendwann keiner mehr die verpackten Waren und die grossen Firmen steigen alle um. Rosa Elefanten und Einhörner. Ich weiss.

Natürlich ist es bequem das Gemüse im Supermarkt zu kaufen. Und nein, ich verstehe auch nicht warum die Rewe Bio Kirschtomaten in einer Pappschachtel mit Plastikfolie kommen. Bitte kauft sie nicht. Nehmt einfach die unverpackten.

Kleine Schritte. Bitte.

Genug der Moral. Ich wünsche Euch ein tolles sonniges Wochenende,

macht es Euch schön und geniesst das Eis (in der Waffel – nicht im Becher 🙂 )

Eure Laura

 

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Anja Anja

    Liebe Laura,
    Irgendwie bin ich auf deinen Block gestolpert, weil ich wahrscheinlich gelesen habe, dass du aus Ffm kommst. Ich arbeite in Ffm-Süd. 🙂
    Seit ich vor 1,5 Jahren in USA war, beschäftige ich mich mit Zero/Less Waste. Das ist ja dort der Wahnsinn, wieviel Müll man da produziert.
    Es gibt viele tolle Blogs mit tollen Tipps. Einfach mal im Internet stöbern. In Bornheim gibt es einen kleinen Unverpacktladen mit einem kleinen Sortiment. Da kannst du z.B mal ein paar Zahnputztablette kaufen und mal testen, ob es was für dich ist. Im Internet gibt es eine Liste mit geführten Produkten, nicht viele aber vorbeischauen lohnt sich. Eigene Behälter mitbringen nicht vergessen;-)
    Dir stellt sich ja die Frage, wie du an gewisse Lebensmittel kommst ohne Plastik. Bei mir war es Quark. Bis ich ihn eines Tages-tadaaa- von Alnatura gefunden habe. Aber ihn gibt es nur bei Alnatura, nicht bspw. Tegut, die auch Alnaturaprodukte verkaufen. Aber Alnatura gibts in Ffm-Süd ja genug. Frischkäse mache ich auch, aber mit normalem Joghurt. Und ich lasse ihn nicht im Kühlschrank abtropfen, schmeckt mir besser. Die Molke kann man übrigens zum Backen oder Baden verwenden-kein Müll:-)
    Zur Butter: Mim Handrührgerät oder Küchenmaschine geht es einfacher wie mit Schütteln. Gibt halt keine Muskeln. Und sie schmeckt auch etwas anders.
    Und für DIY gibt es folgenden Blog : http://www.langsamerleben.wordpress.com
    Die Mama macht gefühlt alles selbst. Von Gummibärchen über Insektenspray bis Wundschutzsalbe. Sehr empfehlenswert.
    Ich werde jetzt mal weiter deinen Blog durchstöbern, bin nämlich bis jetzt nur bis zu diesem Artikel gekommen. (Ich hoffe, ich habe dir jetzt keine Tipps gegeben, die du schon gepostet hast, hehe)
    Liebe Grüße
    Anja

    • Liebe Anja,
      Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast mir so ausführlich zu schreiben! Die Müllberge sind wirklich enorm – wir waren im Urlaub mal in den USA und haben uns da auch über die Wegwerfmentalität erschrocken. Heute Nachmittag werde ich gleich mal bei Alnatura vorbeischauen .. die haben inzwischen auch ganz leckere Zimtschnecken von Zeit für Brot!
      Der Unverpackt Laden steht schon auf meiner Liste. Dir eine schöne Woche,
      Liebe Grüsse,
      Laura

  2. Liebe Laura, herzlichen Dank für die Anregung. Es sind die kleinen Achtsamkeiten, die Großes bewirken können.
    Lieben Gruß
    Christine

    • Liebe Christine,
      sehr gerne. Ich werde gleich mal in deinem Blog stöbern 🙂
      Viele Grüsse,
      Laura

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