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TIPPS & TRICKS * Langstreckenflug mit Kleinkind – 8 Tipps und Tricks

Wir sind aus dem Urlaub zurück mit gebräuntem Teint, guter Laune und einem erweiterten Erfahrungsschatz an Reisen mit einem Kleinkind. Ich hatte im Vorfeld ein paar Berichte anderer Mamas gelesen wie man einen Langstreckenflug am Besten vorbereitet und meistert. Allgemeiner Konsens: etwas Vorbereitung, entspannt sein, es einfach wagen. Jeder Flug geht mal zu Ende und meist klappt es besser als gedacht.

Also traut Euch und bucht die Fernreise! Wir haben zwei 10 Stunden Flüge hinter uns inklusive Zeitunterschied von 6 Stunden und ich möchte Euch erzählen, was uns geholfen hat und was nicht. Wir hatten ganz schön Respekt vor unserem ersten Langstreckenflug zu dritt! Von den offensichtlichen Tipps (frühzeitig buchen, Babybett, nonstop-Flüge) nehme ich mal Abstand, weil sie einfach klar sind. Als Mama wird man pragmatisch und sieht die Dinge deutlicher habe ich festgestellt.

Los geht’s also mit meinen Tipps und Tricks zu einem entspannteren Langstreckenflug mit einem Kleinkind. Unsere Tochter ist aktuell fast anderthalb und eher der aktive und aufgeweckte Typ, der sehr wenig Schlaf benötigt. Jedes Kind hat natürlich andere Vorlieben, daher soll dies nur als Inspiration für Euch gedacht sein.

 

Was bei uns gut geklappt hat:

Vor dem Flug

1. Sitzplätze clever auswählen

Da Kinder unter 2 Jahren noch keinen eigenen Sitz brauchen/ bekommen, macht es Sinn in einer 3er Reihe Gang und Fensterplatz zu buchen. In den meisten Fällen bleibt der Mittelplatz frei und man kann sich besser ausbreiten. Falls doch jemand in der Mitte sitzen sollte, so tauscht er bestimmt gern gegen den Gangplatz.

2. Unterschiedliche Mahlzeiten buchen

Vorteil hierbei ist, dass das spezielle Essen immer schon 15min vor den normalen Mahlzeiten verteilt wird. Wir hatten einfach einmal vegetarisch bestellt. Zugegebenermaßen war es alles andere als lecker (und ich lege sehr viel Wert auf gutes Essen), aber praktisch. Einer konnte essen und der andere mit der Kleinen das Flugzeug erkunden.

3. Getrenntes an Bord gehen

Mich kann im Alltag und im Urlaub wenig erschüttern. Ob es sich um verlorenes Gepäck handelt, geklaute Reisepässe oder einen Einbruch in den Mietwagen – alles schon dagewesen. Mein Mann ist da eher unter Dauerstrom. Er würde am Liebsten schon am Gate übernachten um rechtzeitig da zu sein. Ich fand die Idee des getrennten Einsteigens prima. Einer geht vor und richtet alles ein (mit Kind darf man zuerst an Bord) und der andere flitzt mit dem Nachwuchs noch ein bisschen herum und kommt zum Schluss nach. Vorteil ist, dass man nicht noch extra 30-40min im Flieger überbrücken muss bis alle anderen an Bord gegangen sind haben. Um die Nerven meines Mannes nicht noch weiter zu strapazieren sind wir alle zusammen und zuerst eingestiegen. Beim nächsten Mal möchte ich gern das getrennte Einsteigen versuchen. Vielleicht ist mein Mann ja dann entspannter und macht mit 😉 .

Während des Fluges

4. Druckausgleich

Bei Pinterest habe ich diesen nützlichen Tipp gefunden. Kleine Kinder können beim Abheben des Flugzeuges noch keinen aktiven Druckausgleich machen. Dies kann in den Ohren sehr schmerzhaft sein und unnötigen Stress verursachen. Babys können optimalerweise beim Start gestillt werden oder ein Fläschchen bekommen, bei kleinen Kindern wird es schon anspruchsvoller. Unsere Kleine hat wenig Interesse Dinge auf Kommando zu tun, daher habe ich etwas Tolles für sie gefunden – einen zuckerfreien Lutscher aus der Apotheke. Jetzt nicht gleich aufschreien, ist vielleicht nicht optimal und ja es ist auch ein bisschen Bestechung, aber auch medizinisch indiziert sozusagen. Er ist kunterbunt verpackt, enthält Xylit, soll angeblich sogar gut sein für die Zähne und hat uns ganze 15 Minuten entspanntes Lutschen geschenkt. Achtung, er klebt ohne Ende und alles riecht danach dann Erdbeeren aber was tut man nicht alles für ein glückliches ohrenschmerzfreies Kind. Falls Ihr Interesse habt, kann ich Euch gern den Namen des Lutschers geben.

5. Snacks

Unsere Tochter liebt Essen in allen Variationen .. ausser Brei. Ich habe die üblichen Verdächtigen in verschiedene kleine Ziplock Beutel gepackt: kernlose Trauben, Apfel – und Nashibirnen Schnitze, Quetschies, Fruchtriegel, Reiswaffeln. Als Neulinge kamen kleine Dinkelbrezeln ohne Salz dazu, Rosinen und Banane. Aus den Erzählungen bereits gereister Eltern hatten die lieben Kleinen durch die veränderten Bedingungen im Flugzeug (und vielleicht auch die für die Eltern gedachten würzigen Snacks) grössere Explosionen in der Windel. Dieser Erfahrungen können wir uns anschliessen 🙂 Nächstes Mal würde ich die Banane kurz vorher geben in der Hoffnung, dass sie etwas mildern wirkt.

6. Spielzeug

Hier gilt die Devise weniger ist mehr, denn das Flugzeug an sich ist schon ziemlich spannend. Wir hatten 2 kleine Tierbücher dabei, die gern zu Hause gelesen werden. Weiterhin die guten alten Stapelbecher, die multifunktionell auch am Strand und als Trinkbecher gedient haben.  2 Matchbox Autos, ein paar bunte Kunststofflöffel. Fertig. Wir versuchen auch zu Hause mit wenig gutem Spielzeug auszukommen und lieber öfters mal zu wechseln.

7. Kleidung

Ihr kennt das ja sicher – anfangs ist es noch etwas stickig im Flieger, aber spätestens nach ein zwei Stunden friert man langsam von den Füßen nach oben ein. Ich hatte daher für den Flug neben der obligatorischen Wechselkleidung noch ein paar dicke Stoppersocken mitgenommen und eine leichte Jacke mit großer Kapuze. Diese haben wir der Kleinen beim Schlafen aufgezogen. Eine kurze Hose und Sandalen hatte ich auch eingepackt damit die Kleine bei Ankunft gleich die warmen Temperaturen geniessen kann.

8. Transport

Unser Mädchen ist ein Tragling. Vom Buggy konnten wir sie erst mit circa einem Jahr im Urlaub begeistern, wobei die Freude sich meist auf eine bestimmte Zeit beschränkte. Die manduca ist daher mein steter Begleiter. Wir hatten sie im Flugzeug dabei, um die Kleine beim Aussteigen sicher einzupacken und beide Hände frei zu haben. Den Buggy kann man übrigens je nach Fluggesellschaft meist bis zum Flugzeug mitnehmen und bekommt ihn direkt nach dem Aussteigen wieder.

 

Welche Tipps bei uns nicht funktioniert haben:

Babybett:

Unsere Tochter wollte darin nicht liegen geschweige denn schlafen, also hat sie auf dem Rückflug einfach wechselweise in unseren Armen geschlafen. Für sie sehr gemütlich, für uns kuschlig aber auf Dauer nur begrenzt bequem. Vorteil war auf dem Rückflug der zusätzliche Platz ohne das Babybasinett. Mit einer ausgebreiteten Decke auf dem Boden konnte man dort schön spielen.

-Bordentertainment/Multimedia:

Trotz der Tatsache, dass die Kleine zu Hause gern auf dem iPad tippt und mit allem telefoniert (von Toast über duplo bis Handy) war dieses Medium für sie gänzlich uninteressant.

–  Langes Schlafen durch Hintergrundgeräusch des Flugzeuges:

Ich sage mal … hüstel … bei anderen Eltern vielleicht, die kein Kind in der Actionversion haben.

Stewardessen einbinden:

Auf beiden Flügen gab es keinerlei Interesse an uns oder den Kindern an Bord. Kein Spielzeug für die Kinder oder extra Unterstützung. Wir haben dies auch nicht gebraucht, allerdings hätten sich andere Eltern mit unzufriedeneren Kindern im Flugzeug sicher darüber gefreut.

 

Vielleicht ist ja der ein oder anderer hilfreiche Tipp für euch dabei gewesen. Wir werden den nächsten Flug auf jeden Fall deutlich entspannter angehen können.

Wie war Euer erster Langstreckenflug?

 

In diesem Sinne –

macht es euch schön!

 

Eure Laura

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