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MAMA * Verdammt Mamas – wo seid ihr denn? Auf der Suche

Meine Suche nach Mamas, die so ticken wie ich. Mama Kolumne von meine-kleine.de
Meine Suche nach Mamas, die so ticken wie ich. Mama Kolumne von meine-kleine.de

Die liebe Valentina hat einen meiner Blogposts kommentiert. Und gefragt, wo eigentlich die Mamas zu finden sind, die so ticken wie wir. Also ausserhalb der Bloggerwelt.

Suchen wir mal los.

Auf der Suche schauen wir uns den Mama-Kosmos mal näher an

In meinem Freundeskreis gibt es keine Mama, die all meine Ansichten teilt. Wenn ich mich jetzt mit Familienbett/Unerzogen/Montessori oute, dann ernte ich erstmal Unverständnis oder hochgezogene Augenbrauen. Also die erstaunten Augenbrauen. Nicht die bösen.

Es ist nun einmal so, dass diese Themen sagen wir mal „sensibel“ sind. Mit dem Kinder bekommen steigt man ja in ganz andere Kreise und Sphären ein. Mit normalem Denken kommt man zwar enorm weit, aber welches Elternteil macht sich denn beim ersten Kind nicht total verrückt? Mache ich alles richtig? Wie zum Henker bekomme ich die Windel bei diesem strampelnden Turbolader fehler- und verletzungsfrei an? Welche Creme ist wofür und WTF ist Beikost?! Im Nachhinein wissen wir es natürlich besser. Weniger ist mehr und Beikost – ganz ehrlich, a) war mir das zu streng und kompliziert und b) hatte ich aus Grund a) keine Lust dazu.

Ich wünschte ich hätte all diese Dinge vorher gewusst.

Dass sich vieles mit der Zeit ergibt. Dass die Kinder den Takt vorgeben. Dass wir nur auf unseren Bauch und unser Herz vertrauen brauchen. Dass die Kleinen am Anfang nur uns und eine frische Windel brauchen. Und noch nicht mal die. Nackig ist auch fein.

Jede Familie entwickelt in dieser sensiblen Anfangszeit ihr ganz eigenes Konzept. Ein Konzept, dass für SIE funktioniert. Egal was die anderen dazu sagen. Denn das ist echt sowas von wurst. Ob Stillen oder Fläschchen, Kinderwagen oder Trage, Beistellbett oder Familienbett. Eine ehemalige Kollegin von mit hat ihren wenige Tage alten Sohn direkt aus dem gemeinsamen Zimmer ausquartiert, weil er so unruhig schlief und geschnarcht hat. Ganz ehrlich – ich fand das unmöglich. Aber das ist none of my business und jede Familie macht ihr ganz eigenes Ding.

In meinem Freundeskreis gibt es die unterschiedlichsten Mütter

Die coolen Mehrfachmamas, die stay-at-home Mums, die working-moms, sicherlich auch die Helikoptermamas und besorgteren Glucken. Sofern wir sie denn alle stigmatisieren und in Schubladen stecken möchten. Es ist schön, dass sie alle verschieden sind. Klar wäre es auch nett sich über gleiche Erziehungs- oder eben Unerziehungsmethoden zu unterhalten. Letztendlich macht es jedoch die Vielfalt interessant.

Befreundete Mamas können als Vorbild dienen. Oder eben auch als Beispiel wie Ihr es nicht machen möchtet.

Letztens auf dem Spielplatz hat eine Mama zu ihrem vielleicht 2 Jahre alten lachenden Kind gesagt „jetzt sei doch nicht so albern“ – das fand ich schon ziemlich traurig. Aber ich kenne weder die Geschichte dazu noch die Familie. Also versuche ich auch nicht zu urteilen.

Auf der Suche nach Mamas, die so ticken wie ich. www.meine-kleine.de
Auf der Suche nach Mamas, die so ticken wie ich. www.meine-kleine.de

Wo finde ich also diese Mamas? Suche ich an der richtigen Stellen?

Du kannst es sicherlich forcieren und Kurse in deiner Stilrichtung machen. Oder zu Elterncafes gehen. Von Mini and me wird im südlichen Raum bzw in Österreich ein Beziehungsscafé angeboten. Es gibt einen tollen Brunch, einen Fachvortrag und ganz viel Austauschmöglichkeiten mit anderen Müttern. Das wäre sicherlich ein super Ort Gleichgesinnte zu treffen. Für mich in Frankfurt aber einfach nicht drin.

Vielleicht können auch ein paar Kontakte über Blogs entstehen. In meinem Twitter Account scheinen sich fast alle Kontakte auf der Blogfamilia getummelt zu haben.

Letztendlich um Valentinas Frage zu beantworten: die Mamas sind irgendwo, aber die Chance sie zu finden im wahren Leben ist ein bisschen dem Zufall überlassen. Ich habe vielmehr das Gefühl, dass es heute so viele verschieden Erziehungsstile gibt, dass eine Deckungsgleichheit kaum möglich ist.

Also unterhalten wir uns einfach über andere Dinge mit unseren Mama-Freundinnen. Da gibt es ja auch eine Menge Themen 🙂 Gerne auch mal über Nicht-Mama-Topics – welchen Film hast du zuletzt gesehen? Wohin fahrt ihr als nächstes in den Urlaub?

Und welche Mama-Typen tummeln sich denn so in Eurem Freundeskreis?

 

Liebe Grüsse und es lebe die Vielfalt,

Eure Laura

 

2 Kommentare

  1. Suzee Suzee

    Kenne ich nur zu gut! Ich bin nach dem Studium aus der Großstadt für mein Kind aufs Land gezogen und fühle mich als absoluter Außenseiter! Ein bisschen zu vegetarisch, feministisch, zu viel arbeitend, zu öko, zu komisch,… In manchen Dingen dann aber zu locker und mit zu viel vertrauen darauf, dass die Natur und mein Kind das schon richten werden. Jemanden zu finden, der das akzeptiert und dann vlt sogar noch ähnlich macht, sodass mal ein Austausch stattfindet, ist fast unmöglich. Ich habe keine ewigkeiten gestillt, war deshalb nicht im Stillcafe, ich habe keinen Kochkurs für Babybrei besucht, usw. Das erschwert es dann weiter 😉 So eine gute Freundin, die einen ähnlichen Blick auf die Welt und dann noch Kinder hat, fehlt da tatsächlich ein wenig.

    • liebe Suzee,

      Es ist nicht so einfach .. ich kenne das auch zu gut. Obwohl wir ja in der Grosstadt wohnen wo eventuell mehr Toleranz herrscht, werde ich doch ab und zu schräg angeschaut – zu öko, zu locker – egal, für uns funktioniert‘s! Auf dem Land zu wohnen stelle ich mir herrlich vor. Geniesst die Natur und das tolle Wetter!

      liebe Grüsse

      Laura

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