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KOLUMNE * Marie Kondo wohnt jetzt bei uns – in 5 Schritten zu mehr Ordnung im Kleiderschrank

KonMari - Ordnung für den Kinder Kleiderschrank
KonMari – Ordnung für den Kinder Kleiderschrank

Wie ihr inzwischen wisst habe ich es gerne aufgeräumt. Also ordentlich. Ich kann nicht verstehen, warum Dinge nicht gleich wieder nach Gebrauch zurückgestellt werden. Oder sich die Frischmilch einfach noch eine Stunde nach dem Kaffee auf der Anrichte sonnt. Schlüssel und Portemonnaie wahllos in der Wohnung verteilt werden, um dann hektisch vor Anbruch gesucht zu werden. Man könnte es doch so einfach haben. Dass mein Mann nach Feierabend immer einen akuten Schwächeanfall erleidet und es nicht mehr schafft die Socken zum Wäschekorb zu bringen – ok. Damit habe ich mich inzwischen angefreundet. Ist ja nicht so als hätte ich keine Macken.

Das Lieblingsmädchen und ich sind also ständig auf der Suche nach Effizienz und Optimierung. Also auf nach Japan.

Wer ist diese Marie Kondo eigentlich?

Marie Kondo ist laut der Times aktuell eine der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Da scheinen also auch noch Andere Probleme mit der Ordnung zu haben. Sie ist Mitte 30, hat eine kleine Tochter und trägt am Liebsten weiss.

Wer sich nach Ordnung sehnt, der kommt an ihr nicht vorbei. Die stilbewusste Japanerin hat mit ihren Büchern zum „Decluttering“ also Aufräumen und Ausmisten den Markt im Sturm erobert. Auf YouTube könnt Ihr Euch Videos z.B. zu ihrer Faltmethode für Kleidung ansehen. Ich habe ihr Buch „Magic Cleaning“ aus Zeitgründen leider noch nicht gelesen, sondern einfach Ihre Videos angesehen, zum Beispiel dieses.

In der Zeit gibt es hier einen schönen Artikel, der ihr Werk gut beschreibt. Grundvorstellung ist es nur die Dinge zu behalten, die einem Freude bereiten – „Does it spark joy?“ Ein aufgeräumtes Umfeld macht Euch glücklich. Es gibt den 19-Punkte Plan zur perfekten Ordnung. Das Original ist hier aus dem BusinessInsider. Ich habe die Punkte auf 5 für Euch zusammengefasst (alles Effizienz, nech?):

Der 5 aus 19-Punkte Plan zur perfekten Ordnung:


1. Befrei Dich und visualisiere.

Einmal richtig aufräumen zu Beginn. Und dann stellt Ihr Euch vor wie die optimale aufgeräumte Wohnung aussehen soll. 

2. Der Reihe nach: trenne Dich, sortiere den Rest nach Kategorien, dann wird verstaut. Keine Ausnahmen!

Beginnt beim Aufräumen und Aussortieren bei den Dingen, die Euch am leichtesten fallen (Küchenutensilien, Magazine etc). Arbeitet Euch dann vor zu den persönlichen Sachen, bei denen es Euch schwerer fällt (vielleicht Andenken, Urlaubsmitbringsel, diese 1000 Postkarten, Fotos …). Nehmt alles nur EINMAL in die Hand, entscheidet ob es Euch Freude bereitet (bzw nützlich ist und dadurch Freude macht) und sortiert nach Kategorien. Es wird nichts aufgehoben, was „passt wenn ich 5kg abnehme“ oder „kann man ja noch an Fasching“ anziehen. Nein. Alles weg.

3. Kleidung wird ausschliesslich gefaltet.

Die Idee ist es die Kleidung nach dem gleichen Prinzip in kleine vertikale Päckchen zu falten, die hintereinander in die Schublade gestellt werden. So entfällt das lästige Stapel-umfallen-wenn-das-untere-Shirt-herausgezogen-wird. Natürlich braucht es ein bisschen Zeit sich die Faltmethode anzugewöhnen, aber die Wäsche muss ja so oder so gefaltet werden. Ich mache das jetzt seit einigen Wochen und habe fast das Gefühl schneller zu sein als vorher.

4. Jetzt und sofort, gleich auspacken.

Hier fängt es an: direkt nach dem nach Hause kommen die Tasche ausräumen und alles an seinen festen Platz räumen (Schlüssel, Handy). Habt Ihr Euch etwas schönes Neues geleistet, so packt es aus bzw. wascht es zeitnah. So behalten Ihr den Überblick. Ich kenne viele, die sogar noch Kleidung mit dem Preisschild im Schrank hängen haben. Verrückt!

5. Schaffe Dir eine Ruhe-Oase. Ein Zen-Plätzchen.

Sucht Euch eine Ruheecke zum Entspannen und wieder Aufladen, egal wo.

Der 5-Punkte-Plan nach Marie Kondo für mehr Ordnung in Deinem Leben
Der 5-Punkte-Plan nach Marie Kondo für mehr Ordnung in Deinem Leben

Wie ich begonnen habe

Ich habe erstmal mit der Kleidung bei meiner Tochter begonnen, dann bei mir. Ich bin echt zufrieden. Diese Miniklamöttchen waren sowieso recht fummlig zu falten und jetzt bin ich froh, so eine schicke Technik gefunden zu haben. Gerade für die Hosen und Strumpfhosen ist es ein Gewinn. Sagt sogar mein Mann. Und das will schon was heissen. Beim Falten kann man sich gleich überlegen, ob die Sachen noch passen und der Jahreszeit angemessen sind.

Nach und nach möchte ich das Ganze auch in unseren Kleiderschränken umsetzen. Für die optimale KonMari Methode braucht man allerdings ausschliesslich Schubladen und da hängt es aktuell noch bei uns. Naja, für die T-Shirts und Co hat der Platz in den zwei vorhandenen Schubladen schonmal gereicht. Und beim Falten habe ich gleich ausgemistet und eine grosse Tüte Altkleider/Kleiderkreisel gepackt.

Wie geht es weiter? Mir schweben zunächst die Küchensachen und dann die ganzen Ordner im Büro vor. Kleidung zu sortieren fiel mir am Leichtesten, daher habe ich damit begonnen. Marie Kondo empfiehlt das Decluttern nicht zimmerweise sondern nach Kategorien durchzuführen, beginnend mit dem (für Dich) Leichtesten. Erst z.B. alle Kleidungsstücke, dann Bücher, dann Spielzeug. Zu der richtigen Menge an Spielzeug hatte ich zuletzt in diesem Blogartikel etwas geschrieben.

Fazit nach 3 Monaten

Das Falten geht inzwischen schnell von der Hand und macht fast ein bisschen Spass. Ich Nerd. Aber diese Päckchen machen mich glücklich. Die Übersicht in meinem Schrank und auch in dem der Kleinen ist toll. Ich sehe gleich was ich habe und es ist immer ordentlich. Dabei fällt mir auch auf, dass ich eigentlich immer die gleichen 5 Shirts trage, nämlich meine Lieblingsshirts. Die anderen warten brav gefaltet auf ihren Einsatz. Oder die nächste Ausmisten-Aktion.

 

Wie haltet Ihr Ordnung in Euren Kleiderschränken? Wäre das KonMari auch etwas für Euch?

Ich bin gespannt auf Eure Rückmeldung.

Happy kondo!

Eure Laura

 

 

 

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